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Nach Corona: Pole Position oder rote Laterne?

Nach Corona: Pole Position oder rote Laterne?

Gennadi Iwanowitsch Gerassimow, ab 1986 Außenpolitischer Sprecher von Michail Gorbatschow, sagte einmal: „Wer zu spät kommt, dem bestraft das Leben“. Ich höre Unternehmer und Unternehmensverantwortliche immer wieder klagen, die Krise mache es ihnen so schwer. Schon in meinem letzten Beitrag stelle ich die Frage: Sind Sie Teil der Lösung oder des Problems?

Heute will ich wissen: Die Krise ist doch irgendwann vorbei – wo wollen Sie nach der Krise stehen?Ganz vorn?  Oder als Spätzünder ganz am Schluss? Vier Handlungsempfehlungen für die Pole Position.

1. Mehr Mut zum Wandel

Die Geschichte zeigt immer wieder: Not macht erfinderisch. Beispielsweise wurden der Teebeutel, Zwieback und die Armbanduhr in Krisenzeiten erfunden. In Krisenzeiten schießen die Patent-Anmeldungen durch die Decke.

Krisenzeiten = Erfinderzeiten!

Wenn Ihr Geschäft also von der Krise betroffen ist, erfinden Sie sich doch einfach neu! Sie sind Unternehmer und gehören damit für mich zu den mutigsten Menschen auf dieser Welt. Also nehmen Sie die Herausforderung an. Ja: Wir befinden uns in einer Krise. So zu tun, als gäbe es keine, ist ebenso unsinnig, wie den Kopf in den Sand zu stecken. Doch wer sich nur darum bemüht, seinen Cash Flow zu retten, bemüht sich zu wenig.

In der Krise erkennt sich der wahre Charakter von Menschen – und von Unternehmen. In der Krise werden Helden geboren, das Leben belohnt nur die Mutigen!

2. Neukunden-Attacke!

Seien Sie bissiger! Hungriger! In der Krise müssen Sie Ihren Kundenstamm weiter ausbauen. Immerhin ist nicht nur Ihr Unternehmen von der Krise betroffen, sondern auch die Konkurrenz. So martialisch es klingt: Das Hauen und Stechen im Markt beginnt in der Krise erst richtig. Let’s get ready to rumble, the winner takes all. Machen Sie den Unterschied! Wollen Sie am Ende siegreich über Ihren Wettbewerbern thronen oder mit Dackelblick und blutender Bilanz-Nase zu ihnen hinaufblicken? Na also! Entwickeln Sie dementsprechend Wege, wie Sie der Konkurrenz die Kunden entziehen.

3. Bestandskunden-Sahne-Service

Und damit die Konkurrenz nicht dasselbe mit Ihnen macht, müssen Sie Ihre Bestandskunden auf einem goldenen Tablett tragen und ihnen den besten Service „beyond the product“ bieten, den sie sich vorstellen können.

  • Keine langsamen Reaktionszeiten!
  • Keine Lieferengpässe!
  • Keine faulen Ausreden!
  • Kein Bullshit!

Wenn Ihre Produkte die Sahnetorte sind – dann ist das Produkterlebnis und der Service die Kirsche obendrauf.

4. Marketing-Feuerwerk

Die logische Konsequenz aus diesen Punkten ist klar: Zeigen Sie, dass es Sie gibt und was Sie Besonderes zu bieten haben! Wenn Sie das richtig kommunizieren, färbt das auf ihr gesamtes Geschäft ab. Wer nicht wirbt, der stirbt! Natürlich ist der Cash Flow wichtig. Doch wenn Sie gut wirtschaften, kennen Sie ja den Leitsatz: In guten Zeiten für die schlechten sorgen und in schlechten Zeiten für die guten. Sind Ihre Kriegskassen gefüllt, zögern Sie nicht, aus ihnen zu schöpfen. Schauen Sie sich den Werbemarkt an: Die Media-Spendings sind in der Corona-Zeit gestiegen – obwohl Werbung für viele der erste Bereich ist, bei dem gekürzt wird. Doch Gewinner denken nicht so. Sie gehen in die Offensive! Denn sie wissen: Das ist die Chance, die Pole Position im Markt zu übernehmen.

Was ist Ihr Ansatz?

Igeln Sie sich hinter Ihren Unternehmensmauern ein und hoffen, die Krise möglichst unbeschadet zu überstehen – oder hissen Sie die Sturmsegel, um an den Marktteilnehmern vorbei zu brausen? Wenn ja, wie genau gehen Sie vor? Ich freue mich auf Ihre Hinweise, Anregungen und Einsprüche!

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