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Wahrnehmung vs. Wirklichkeit – Leitbilder in inhabergeführten Unternehmen

Wahrnehmung vs. Wirklichkeit
Leitbilder in inhabergeführten Unternehmen

Jedes Unternehmen hat Leitbilder – zumindest auf der Website. Leider bestehen sie oftmals nur aus leeren Worthülsen und sind in der Praxis nicht zu erkennen.  Es ist ja so einfach, sich schön klingende Werte auf die Fahnen zu schreiben. Nur wenn weder die Führungsspitze, noch die Belegschaft nach diesen Werten handeln, verkommen sie zu einem leeren Werbeversprechen. Das Unternehmen verliert an Authentizität – und bald auch seine Kunden.

Ein Beispiel: Wer „Zuverlässigkeit“ und „Pünktlichkeit“ als Leitbilder anpreist, muss das auch einhalten können. Das beginnt in der Organisationsstruktur zieht sich über die internen Arbeitsprozesse bis hin zu allen Interaktionspunkten mit Kunden.

Wie ist die Response-Time? Wenn der Kundenservice nach dreimal Klingeln immer noch nicht ans Telefon geht, sind die genannten Werte nutzloser Wortmüll! Und nebenbei: Zuverlässigkeit ist nicht mal ein Leitbild – sondern eine Grundvoraussetzung. Streichen Sie dieses Wort also bitte von Ihrer Website! Noch ein Wort zur Zuverlässigkeit und zur Reaktionsgeschwindigkeit: Schnell sein ist auch ein Wert an sich. Eine Wertschätzung an sich.

Untersuchungen haben belastbar bewiesen: Unternehmen die schnell auf Bewerbungen, auf Anfragen, auf Reklamationen reagieren sind erfolgreich. Und „schnell“ wird nicht in Tagen oder Stunden gemessen – in Minuten!

Wer langsam ist – der stirbt!


Haben Sie ein Motto?

In One-to-one-Gesprächen mit Geschäftsführern stelle ich gerne die einfache Frage: Haben Sie ein Motto? Und was wäre der Claim dazu? Viele haben keine Antwort auf diese Fragen. Kein Wunder, dass deren Belegschaft im Umgang mit Kunden und Abläufen keiner klaren Linie folgt. Der Fisch stinkt immer von Kopf.

Es ist sehr hilfreich für Inhaber, sich erst einmal aktiv das eigene Motto zu formulieren, einen oder mehrere Werte, nach denen sie leben und handeln. Wir alle tragen ein individuelles Wertesystem mit uns herum – oftmals aber ganz unbewusst. Sich das einmal bewusst zu machen, ist der erste wichtige Schritt in der Leitbildentwicklung!

Vom Unternehmen zur Wertegemeinschaft

Prüfen Sie im nächsten Schritt: Werden die Unternehmenswerte in der Umsetzung tatsächlich befolgt? Gibt es Werte, die komplett missachtet werden? Und: Können Sie diese Werte als Teil-Ziel in Projekten formulieren, sodass Ihre Mitarbeiter sich daran richten? Werte und Leitbilder leben davon, dass alle nach ihnen handeln. Nur so entwickelt sich das Unternehmen zu einer Wertegemeinschaft, in der alle an einem Strang ziehen.

Werden die Leitbilder, werden die Werte wirklich gelebt? Nur wenn die Unternehmenswerte auch wirklich und authentisch auch meine Werte sind: dann funktioniert’s. Nur dann – und ausschliesslich dann – habe ich eine Werkgemeinschaft.

Sonnst habe ich nur eine Mini-Nord-Korea. Wollen alle nur mitmachen, weil es so sein soll und weil keiner was riskieren und seinen / ihren Job behalten will?


Jemand, der wie kein zweiter nach seinen Werten lebt, ist der Unternehmer Wolfgang Grupp. Sein Unternehmen Trigema ist keine GmbH – sondern eingetragener Kaufmann. Grupp ist Vollhafter – er haftet mit seinem kompletten Vermögen. Das ist ein Wert! Auch garantiert Grupp jedem Kind seiner Mitarbeiter einen Arbeitsplatz. DAS ist eine klare Linie für Kunden und Mitarbeiter!


Fazit

Wer seine Unternehmenswerte und Leitbilder nicht vorlebt, kann nicht verlangen, dass die Belegschaft sich an sie hält. Also: Wenn Sie Ihrer Marketingabteilung schon ein Budget für die Leitbildentwicklung zur Verfügung stellen, dann sorgen Sie gefälligst auch dafür, dass jeder Mensch im Unternehmen danach handelt!


Schnell sein! Klare Leitbilder! Claims, die wirken! Mottos, die „sprechen“! www.aycon.biz 

 

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