Kannibalen gewinnen die TransformationDeutsche Unternehmen tun sich schwer damit, ihre Geschäftsmodelle digital zu transformieren. Gastkolumnist Ulvi Aydin sieht Innovationslabs und kleine, vom Mutterkonzern abgekoppelte Unternehmen als Lösung. (Springer Professional.)Um digitales Know-how aufzubauen, müssen Unternehmen separate, eigenständige Einheiten gründen, die sich an die Aufgabe machen, digitale Produkte und Prozesse zu entwickeln. Viele große Unternehmen machen aber den Fehler, ihre gegründeten flexiblen Unternehmen später wieder ins Mutterschiff zu integrieren. Besser ist, das kleine Schnellboot komplett selbständig schwimmen zu lassen, auch gegen das Hauptunternehmen antreten zu lassen und Kannibalisierung zuzulassen.Die deutsche Wirtschaft kann, will aber nichtDeutsche Unternehmen sind für die Digitalisierung gerüstet, weil sie leistungsstark und flexibel sind. Ist der Umbruch mit Risiken verbunden? Ja, immer. Aber gerade als Unternehmer darf ich Risiken nicht scheuen und mich darauf einstellen können. Wenn mein Produkt gut ist, ich den Markt beobachte und auch kleine neue Teilnehmer ernst nehme, kann ich mein Unternehmen für Veränderungen vorbereiten. Das ist vor allem eine Frage der Haltung.Leider denken zu viele Unternehmen nicht aus Kundensicht heraus. Stattdessen betreiben sie Nabelschau und erfinden Geschichten von morgen, ohne die bestehenden Organisation umzukrempeln, einzureißen und neu aufzubauen. Stichwort kreative Destruktion. So bleiben sie trotz guter Ideen im Trott des schon immer Dagewesenen, verändern sich nicht genug und werden früher oder später von der Konkurrenz überfahren. Sie verstehen nicht, worum es geht: die Zielgruppe besser zu kennen, als sich selbst. Alles über sie zu wissen. Das ist keine Frage der Technik, sondern eine Frage der Bereitschaft. Bin ich bereit, mich zum Morgen hin zu bewegen? Sind Sie bereit dafür?Die Systemführerschaft erlangenDann nicht lange zögern. Greifen Sie nicht nach der Marktführerschaft, sondern nach der Systemführerschaft. Ein gutes Beispiel ist Daimler. Dort hat man sich gefragt, wie man eine jüngere Zielgruppe erreicht – obwohl diese keine Autos mehr kauft. Oder anders: Wie können wir in einem veränderten System unsere Existenzberechtigung bewahren? Die Lösung war Car2Go, der Carsharing-Anbieter von Daimler.Der Weg zur Systemführerschaft führt über Information und Kommunikation. Erst wenn ich die Information darüber habe, wer meine Kunden sind, welche Präferenzen sie haben, wie sie sich tagtäglich verhalten und was sie nicht mögen, kann ich mein Produkt darauf hin entwickeln, meine Kommunikation darauf ausrichten und im Idealfall ein neues System entwickeln, in dem ich das sagen habe. Dieser Dreiklang ist existentiell: Informationsführerschaft – Kommunikationsführerschaft – Systemführerschaft.Die Antwort kommt selten von innenUnternehmen müssen sich die Fragen beantworten: Wo stehen wir in fünf Jahren? Wird unser Produkt in fünf Jahren noch relevant sein? Die Antworten dafür kommen selten von innen, denn: Fragen Sie Ihren Frisör, ob Sie eine neue Frisur benötigen, ist seine Antwort klar. Fragen Sie einen Frosch, ob Sie seinen Teich trockenlegen wollen, ist die Antwort ebenfalls klar. Der uneingenommene Blick von außen, von einem Externen ist da schon hilfreicher, wenn auch immer schmerzhafter. Jemand, der die wunden Punkte anspricht und kein Blatt vor den Mund nimmt, bringt das Unternehmen aber weiter als ein Haufen Ja-Sager.Wenn Unternehmen flexibler auf den digitalen Wandel reagieren wollen, müssen sie eigenständige Innovationslabs einrichten, in denen Lernräume geschaffen werden und wo Geschäftsmodellegetestet und angewendet werden können. Kleine Unternehmen, die abgekoppelt vom Hauptunternehmen agieren und eigene Lösungen am Markt erkunden. Der kritikwürdige Axel-Springer-Verlag hat das konsequent vorgemacht und einen traditionellen Zeitungsbetrieb zu einer multimedialen Medienmarke transformiert. Dabei hat die Digitalsparte kontinuierlich das Geschäftsmodell der Printsparte angegriffen. Oder um es mit den Worten Gisbert Rühls zu sagen, Vorstandsvorsitzender von Klöckner & Co: "Ich kannibalisiere mein Geschäft, bevor es andere tun".Fazit: Mut zu RisikoOhne Risiko geht es nicht. Unternehmen müssen ihre Haltung verändern und eigene, kleinere Unternehmen gründen, die neue Wege beschreiten und neue Märkte erobern. Gelingt es den kleinen Unternehmen, neue Geschäftsmodelle zu entwickeln, sollten die Mutter-Unternehmen nicht versuchen, diese Modelle in Ihre Organisation zu integrieren. Stattdessen sollten sie voll auf die kleinen Tochterfirmen setzen, diese aufbauen und sich selbst nach und nach abschaffen.Cannibals win the transformationGerman companies are struggling to digitally transform their business models. Guest columnist Ulvi Aydin sees innovation labs and small companies decoupled from the parent company as a solution (Springer Professional.)To build digital know-how, companies need to establish separate, standalone units dedicated to developing digital products and processes. However, many large companies make the mistake of later integrating their established flexible companies back into the mothership. It is better to let the small speedboat race completely independently, to compete against the main company and to allow cannibalization.The German economy can, but does not want toGerman companies are equipped for digitization because they are powerful and flexible. Is the change associated with risks? Yes sure - always. But especially as an entrepreneur, I can not shy away from risks and adapt to them. If my product is good, I watch the market and take small new participants seriously, I can prepare my company for change. This is above all a matter of attitude.Unfortunately, too many companies do not think out of the customer's perspective. Instead, they engage in navel-gazing, in self-indulgence and invent stories of tomorrow without having to reorganize, break down and rebuild the existing organization. Keyword is: creative destruction. So, despite good ideas, they stay in the rut of things that have always been there, they do not change enough, and sooner or later they are run over by the competition. They do not understand what it's about: to know the target group better than to know themselves. Everything about them. This is not a question of technology, but a matter of readiness. Am I ready to move to the morning? Are you ready for it?To gain system leadershipThen do not hesitate for a long time. Do not take market leadership but system leadership. A good example is Daimler. There, people wondered how to reach a younger audience - even though they no longer buy cars. Or differently: How can we preserve our right to exist in a changed system? The solution was Car2Go, the car sharing provider of and by Daimler.The path to system leadership leads through information and communication. Only when I have the information about who my clients are, what their preferences are, how they behave and what they don't like - each day, can I develop my product, focus my communication on it, and ideally develop a new system - I have to say that. This triad is existential: information leadership - communication leadership - system leadership.The answer rarely comes from withinBusinesses need to answer the questions: where will we be in five years? Will my product still be relevant in five years? The answers rarely come from within, because: Ask your hairdresser if you need a new hairstyle, his answer is clear. Ask a frog if you want to drain its pond, the answer is also clear. The unanimous view from the outside, from an external is there already helpful, if ever more painful. Someone who addresses the sore points and does not mince words, but the company continues as a bunch of yes-Sager.If companies want to be more responsive to digital change, they need to set up their own innovation labs that create learning spaces and where business models can be tested and applied. Small companies that are decoupled from the main company and explore their own solutions in the market. The critically acclaimed Axel Springer publishing house has consistently demonstrated this and transformed a traditional newspaper business into a multimedia media brand. The digital division has continuously attacked the business model of the prints division. Or to put it in the words of Gisbert Rühl, CEO of Klöckner & Co: "I cannibalize my business before others do it".Conclusion: courage to riskIt is not possible without risk. Businesses need to change their attitudes and start their own smaller businesses, breaking new ground and conquering new markets. If small businesses succeed in developing new business models, parent companies should not try to integrate these models into their organization. Instead, they should fully rely on the small subsidiaries, build these and gradually abolish themselves.Mutig sein! Be brave!!AYCON ⎜Ulvi I. AYDIN ⎜www.aycon.biz
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Kannibalen gewinnen die Transformation
Deutsche Unternehmen tun sich schwer damit, ihre Geschäftsmodelle digital zu transformieren. Gastkolumnist Ulvi Aydin sieht Innovationslabs und kleine, vom Mutterkonzern abgekoppelte Unternehmen als Lösung.
Um digitales Know-how aufzubauen, müssen Unternehmen separate, eigenständige Einheiten gründen, die sich an die Aufgabe machen, digitale Produkte und Prozesse zu entwickeln.
Viele große Unternehmen machen aber den Fehler, ihre gegründeten flexiblen Unternehmen später wieder ins Mutterschiff zu integrieren. Besser ist, das kleine Schnellboot komplett selbständig schwimmen zu lassen, auch gegen das Hauptunternehmen antreten zu lassen und Kannibalisierung zuzulassen.
:devider:
Die deutsche Wirtschaft kann, will aber nicht
Deutsche Unternehmen sind für die Digitalisierung gerüstet, weil sie leistungsstark und flexibel sind. Ist der Umbruch mit Risiken verbunden? Ja, immer. Aber gerade als Unternehmer darf ich Risiken nicht scheuen und mich darauf einstellen können. Wenn mein Produkt gut ist, ich den Markt beobachte und auch kleine neue Teilnehmer ernst nehme, kann ich mein Unternehmen für Veränderungen vorbereiten. Das ist vor allem eine Frage der Haltung.
Leider denken zu viele Unternehmen nicht aus Kundensicht heraus. Stattdessen betreiben sie Nabelschau und erfinden Geschichten von morgen, ohne die bestehenden Organisation umzukrempeln, einzureißen und neu aufzubauen. Stichwort kreative Destruktion. So bleiben sie trotz guter Ideen im Trott des schon immer Dagewesenen, verändern sich nicht genug und werden früher oder später von der Konkurrenz überfahren. Sie verstehen nicht, worum es geht: die Zielgruppe besser zu kennen, als sich selbst. Alles über sie zu wissen.
Das ist keine Frage der Technik, sondern eine Frage der Bereitschaft. Bin ich bereit, mich zum Morgen hin zu bewegen? Sind Sie bereit dafür?
:devider:
Die Systemführerschaft erlangen
Dann nicht lange zögern. Greifen Sie nicht nach der Marktführerschaft, sondern nach der Systemführerschaft. Ein gutes Beispiel ist Daimler. Dort hat man sich gefragt, wie man eine jüngere Zielgruppe erreicht – obwohl diese keine Autos mehr kauft. Oder anders: Wie können wir in einem veränderten System unsere Existenzberechtigung bewahren?
Die Lösung war Car2Go, der Carsharing-Anbieter von Daimler. Selbst wenn das System wieder über Bord geworfen wird, um ein neues System anzustreben:
Der Weg zur Systemführerschaft führt über Information und Kommunikation.
Erst wenn ich die Information darüber habe, wer meine Kunden sind, welche Präferenzen sie haben, wie sie sich tagtäglich verhalten und was sie nicht mögen, kann ich mein Produkt darauf hin entwickeln, meine Kommunikation darauf ausrichten und im Idealfall ein neues System entwickeln, in dem ich das sagen habe.
Dieser Dreiklang ist existentiell: Informationsführerschaft – Kommunikationsführerschaft – Systemführerschaft.
:devider:
:devider:
Die Antwort kommt selten von innen
Unternehmen müssen sich die Fragen beantworten: Wo stehen wir in fünf Jahren? Wird unser Produkt in fünf Jahren noch relevant sein?
Die Antworten dafür kommen selten von innen, denn: Fragen Sie Ihren Frisör, ob Sie eine neue Frisur benötigen, ist seine Antwort klar. Fragen Sie einen Frosch, ob Sie seinen Teich trockenlegen wollen, ist die Antwort ebenfalls klar.
Der uneingenommene Blick von außen, von einem Externen ist da schon hilfreicher, wenn auch immer schmerzhafter. Jemand, der die wunden Punkte anspricht und kein Blatt vor den Mund nimmt, bringt das Unternehmen aber weiter als ein Haufen Ja-Sager.
Wenn Unternehmen flexibler auf den digitalen Wandel reagieren wollen, müssen sie eigenständige Innovationslabs einrichten, in denen Lernräume geschaffen werden und wo Geschäftsmodellegetestet und angewendet werden können. Kleine Unternehmen, die abgekoppelt vom Hauptunternehmen agieren und eigene Lösungen am Markt erkunden.
Der kritikwürdige Axel-Springer-Verlag hat das konsequent vorgemacht und einen traditionellen Zeitungsbetrieb zu einer multimedialen Medienmarke transformiert. Dabei hat die Digitalsparte kontinuierlich das Geschäftsmodell der Printsparte angegriffen.
Oder um es mit den Worten Gisbert Rühls zu sagen, Vorstandsvorsitzender von Klöckner & Co: "Ich kannibalisiere mein Geschäft, bevor es andere tun".
:devider:
Fazit: Mut zu Risiko
Ohne Risiko geht es nicht. Unternehmen müssen ihre Haltung verändern und eigene, kleinere Unternehmen gründen, die neue Wege beschreiten und neue Märkte erobern.
Gelingt es den kleinen Unternehmen, neue Geschäftsmodelle zu entwickeln, sollten die Mutter-Unternehmen nicht versuchen, diese Modelle in Ihre Organisation zu integrieren.
Stattdessen sollten sie voll auf die kleinen Tochterfirmen setzen, diese aufbauen und sich selbst nach und nach abschaffen.
Fast 100 Interim Manager. Eine Branche im Aufbruch.Was für ein Tag!Das Interim Management Forum 2026 an der Steinbeis Augsburg Business School war weit mehr als eine Fachtagung. Es war ein Treffen der Menschen, die Unternehmen verändern, Verantwortung übernehmen und Transformation möglich machen.Fast 100 Interim Manager, Provider, Unternehmer und Entscheider kamen zusammen, um über die Zukunft unserer Branche zu diskutieren.Die Themen hätten aktueller kaum sein können:Wie entwickeln sich Tagessätze?Wie positioniert man sich erfolgreich im Wettbewerb?Welche Rolle spielen Personal Branding und Social Media?Wie wird man für Aufsichtsrats- und Beiratsmandate sichtbar?Wie verändert Künstliche Intelligenz unser Geschäftsmodell?Besonders beeindruckt hat mich die Qualität der Vorträge. Keine Theorie. Keine Marketingfloskeln. Sondern echte Erfahrungen, ehrliche Diskussionen und sofort umsetzbare Impulse.Ein emotionaler Höhepunkt war die Auszeichnung der besten Interim Manager des Jahres sowie der führenden Interim Provider. Herzlichen Glückwunsch an alle Preisträger – ihr steht für Qualität, Verantwortung und Exzellenz in unserer Branche.Mein persönliches Fazit:Interim Management verändert sich.Fachliche Kompetenz bleibt die Eintrittskarte.Sichtbarkeit entscheidet. Positionierung entscheidet. Vertrauen entscheidet.Wer morgen die spannendsten Mandate gewinnen will, muss heute an seiner Marke arbeiten.Mein herzlicher Dank gilt Andreas Renner und seinem gesamten Team der Steinbeis Augsburg Business School, allen Referentinnen und Referenten, den Sponsoren, Partnern sowie allen Teilnehmerinnen und Teilnehmern.Ich freue mich schon jetzt auf das Interim Management Forum 2027.
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Was für ein geniales Interim Manager Forum an der SABS am 27. Juni 2026
It is never over until we decide it is over.Markets may become tougher. Competition may become stronger. But determination, discipline and teamwork are always our choice. We work harder, we fight harder, we stand by each other, and we never stop pursuing our goals. In the end, success belongs to those who fight for every customer, every opportunity, and every chance to make a difference—because those who refuse to give up are the ones who shape the future.
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We get the job done!
Determination, discipline and teamwork are always our choice.
Highend-Videocontent für ca. 3 Monate: 12 hochwertig produzierte Videos im 9:16-Format für Instagram, Facebook, TikTok, LinkedIn und YouTube-Shorts zu je ca. 90 Sekunden, inklusive Untertitelung.Highend-Videocontent für ca. 3 Monate: 12 hochwertig produzierte Videos im 9:16-Format für Instagram, Facebook, TikTok, LinkedIn und YouTube-Shorts zu je ca. 90 Sekunden, inklusive Untertitelung.Highend-Videocontent für ca. 3 Monate: 12 hochwertig produzierte Videos im 9:16-Format für Instagram, Facebook, TikTok, LinkedIn und YouTube-Shorts zu je ca. 90 Sekunden, inklusive Untertitelung.Highend-Videocontent für ca. 3 Monate: 12 hochwertig produzierte Videos im 9:16-Format für Instagram, Facebook, TikTok, LinkedIn und YouTube-Shorts zu je ca. 90 Sekunden, inklusive Untertitelung.Highend-Videocontent für ca. 3 Monate: 12 hochwertig produzierte Videos im 9:16-Format für Instagram, Facebook, TikTok, LinkedIn und YouTube-Shorts zu je ca. 90 Sekunden, inklusive Untertitelung.Highend-Videocontent für ca. 3 Monate: 12 hochwertig produzierte Videos im 9:16-Format für Instagram, Facebook, TikTok, LinkedIn und YouTube-Shorts zu je ca. 90 Sekunden, inklusive Untertitelung.Highend-Videocontent für ca. 3 Monate: 12 hochwertig produzierte Videos im 9:16-Format für Instagram, Facebook, TikTok, LinkedIn und YouTube-Shorts zu je ca. 90 Sekunden, inklusive Untertitelung.
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Der Video Boost für Dein Business
Grandiose Runde mit Ameritum Mitgliedern! Video Boost!
„Im Chaos gelassen agieren – wie Vertrauen, Klarheit und mentale Stärke Produktivität möglich machen“ Manche Workshops liefern neue Methoden.
Andere verändern die Perspektive. Der heutige Austausch mit Godi Hitschler gehörte definitiv zur zweiten Kategorie. Mit viel Praxisnähe, Humor und beeindruckender Erfahrung zeigte Godi, warum die größten Herausforderungen in Unternehmen selten fachlicher Natur sind. Gerade in Veränderungsprozessen, Krisensituationen oder anspruchsvollen Projekten entscheidet nicht nur die Strategie über den Erfolg, sondern vor allem der Umgang mit Menschen und den Dynamiken, die unter Druck entstehen. Eine der spannendsten Erkenntnisse:
Druck ist nicht automatisch etwas Negatives. Im richtigen Maß sorgt er für Fokus, Aufmerksamkeit und Leistungsfähigkeit.
Problematisch wird es erst dann, wenn aus Druck ein dauerhafter Hochdruckzustand wird, ohne Pausen, ohne Ventile und ohne echte Regeneration. Dann sinkt die Qualität von Entscheidungen und die Gefahr wächst, nur noch zu reagieren statt aktiv zu gestalten. Besonders eindrucksvoll war Gods Blick auf unser Gehirn.
In herausfordernden Situationen glauben wir oft, rational zu handeln.
Tatsächlich übernehmen jedoch häufig Emotionen, Erfahrungen und alte Verhaltensmuster die Führung. Wer das versteht, versteht auch, warum Veränderung manchmal so schwierig erscheint und warum reine Fakten oft nicht ausreichen, um Menschen mitzunehmen. Ein weiterer wichtiger Impuls: Mentale Stärke bedeutet nicht, alles auszuhalten. Sie entsteht durch die Fähigkeit, auch unter Druck bewusst zwischen Emotion und klarem Denken zu wechseln.
Genau diese Fähigkeit macht den Unterschied zwischen reaktivem Handeln und souveräner Führung aus.
Für viele Teilnehmende, insbesondere für Führungskräfte, Interim Manager und Entscheider – war das eine wertvolle Erinnerung: Wer in herausfordernde Situationen gerufen wird, muss nicht Teil des Chaos werden. Die eigentliche Aufgabe besteht darin, Ruhe, Orientierung und Vertrauen in ein Umfeld zu bringen, das gerade genau das braucht. Die wichtigsten Takeaways auf einen Blick
Druck kann Leistung fördern – dauerhafter Hochdruck jedoch blockiert.
Menschen treffen Entscheidungen nicht nur rational, sondern stark emotional geprägt.
Veränderung gelingt nur, wenn wir die menschliche Seite mitdenken.
Mentale Stärke ist trainierbar und entsteht durch bewusstes Selbstmanagement.
Vertrauen, Klarheit und gute Kommunikation sind die stärksten Produktivitätstreiber.
Wer selbst ruhig bleibt, kann auch andere sicher durch turbulente Phasen führen.
Ein großes Dankeschön an Godi Hitschler für die inspirierenden Einblicke, die praxisnahen Beispiele und die vielen Denkanstöße.
Der Workshop hat eindrucksvoll gezeigt, dass erfolgreiche Führung nicht darin besteht, noch schneller zu werden – sondern darin, auch unter Druck die eigene Klarheit zu bewahren und Menschen Orientierung zu geben. Denn genau dort, wo andere nur Chaos sehen, beginnt echte Führung. Ein besonderes Highlight bei Ameritum ist der bewusst breite Blick auf die Themen, die Führungskräfte, Interim Manager, Unternehmer und Beiräte heute bewegen.
Von Aufsichtsrats- und Beiratsmandaten, Positionierung und Tagessätzen, CRM-Strategien, Künstlicher Intelligenz, Vertrieb und Leadership bis hin zu mentaler Stärke, Krisenkompetenz und persönlicher Wirksamkeit – wir schaffen einen Raum für Perspektiven, die inspirieren, herausfordern und weiterbringen. Dieser bunte Blumenstrauß an Themen macht den Austausch so wertvoll: fachlich fundiert, praxisnah und immer mit dem Ziel, voneinander zu lernen und gemeinsam zu wachsen. Wir freuen uns schon auf die nächsten spannenden Impulse und Begegnungen in der Ameritum Community.
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Im Chaos gelassen agieren!
Druck ist nicht automatisch etwas Negatives.
Im richtigen Maß sorgt er für Fokus, Aufmerksamkeit und Leistungsfähigkeit.
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