Mach es wie AMAZON!

April
20
,
2026
2026
Ulvi AYDIN
Amazon in Deutschland: 40 Milliarden Umsatz – aber wo wird der Gewinn besteuert? Amazon weist für Deutschland rund 40,9 Milliarden US-Dollar Umsatz aus. Für CFOs und Investoren ist die entscheidende Frage nicht der Umsatz.
Sondern: Wo entsteht der steuerpflichtige Gewinn? Öffentlich sichtbare Daten in Deutschland: Eine zentrale operative Gesellschaft zeigt: 224,8 Mio. € Umsatz 12,2 Mio. € Steuern vom Einkommen und Ertrag Das Delta ist offensichtlich: 40 Milliarden Marktumsatz
vs. wenige hundert Millionen lokal ausgewiesener Umsatz Das ist kein Reporting-Fehler.
Das ist Struktur. Ökonomische Einordnung: Wenn man konservativ rechnet: angenommene Marge: 3–5 % potenzieller Gewinn auf Deutschland-Umsatz: ~1,2–2,0 Mrd. € typische Steuerbelastung (KSt + GewSt): ~25–30 % Implizite Steuergröße: ~300–600 Mio. € Diese Zahl ist keine Ist-Größe.
Aber sie definiert eine ökonomische Erwartungszone, wenn Wertschöpfung lokal besteuert würde. Was bedeutet das für Investoren? Es zeigt einen fundamentalen Unterschied zwischen zwei Geschäftsmodellen: 1. Klassischer DAX-Konzern: Wertschöpfung ≈ Standort Gewinn ≈ operative Aktivität Steuer ≈ lokal nachvollziehbar 2. Plattform-/Tech-Konzern: Umsatz ≠ Wertschöpfungsort Gewinn = Ergebnis von Struktur + Allokation Steuer = Ergebnis internationaler Architektur Das ist kein moralisches Thema.
Das ist ein Systemdesign-Thema. Die eigentliche Frage lautet: Wie robust ist ein Steuersystem, wenn die Steuerbasis entkoppelt vom Markt entsteht? Und jetzt zur unternehmerischen Perspektive: Was vielen Unternehmen tatsächlich helfen würde,
ist nicht die nächste politische Debatte über Steuersätze. Sondern eine einfache Frage: Gelten für alle Marktteilnehmer die gleichen strukturellen Möglichkeiten? Denn: Wenn internationale Strukturen es erlauben,
Gewinne innerhalb legaler Rahmenbedingungen
in andere Jurisdiktionen zu verlagern, dann entsteht ein faktischer Unterschied zwischen: lokal gebundenen Geschäftsmodellen und global skalierbaren Strukturen Oder anders formuliert: Nicht jeder kann seine Steuerbasis geografisch optimieren.
Aber diejenigen, die es können, haben einen strukturellen Vorteil. Fazit für CFOs und Investoren: Es geht nicht um „zu viel“ oder „zu wenig“ Steuer.
Es geht um Vergleichbarkeit von Steuerregimen bei unterschiedlichen Geschäftsmodellen. Solange diese nicht gegeben ist, gilt: Der Wettbewerb findet nicht nur im Markt statt
sondern auch im Steuerdesign Quellen (Auswahl): Amazon Geschäftsbericht 2024 (SEC Filing) Jahresabschluss Amazon Deutschland Services GmbH 2024 Branchenzahlen textil+mode Die zentrale Frage ist nicht politisch.
Sie ist ökonomisch: Wo entsteht der Gewinn – und wer hat die Möglichkeit, ihn zu steuern?
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Amazon in Deutschland: 40,9 Milliarden Umsatz!
Aber wo wird der Gewinn besteuert?

Amazon weist für Deutschland rund 40,9 Milliarden US-Dollar Umsatz aus.

Für CFOs und Investoren ist die entscheidende Frage nicht der Umsatz. Sondern:

Wo entsteht der steuerpflichtige Gewinn?

Öffentlich sichtbare Daten in Deutschland:

Eine zentrale operative Gesellschaft zeigt:

  • 224,8 Mio. € Umsatz
  • 12,2 Mio. € Steuern vom Einkommen und Ertrag

Das Delta ist offensichtlich:

40 Milliarden Marktumsatz vs. wenige hundert Millionen lokal ausgewiesener Umsatz

Das ist kein Reporting-Fehler.

Das ist Struktur.

Ökonomische Einordnung:

Wenn man konservativ rechnet:

  • angenommene Marge: 3–5 %
  • potenzieller Gewinn auf Deutschland-Umsatz: ~1,2–2,0 Mrd. €
  • typische Steuerbelastung (KSt + GewSt): ~25–30 %

Implizite Steuergröße: ~300–600 Mio. €

Diese Zahl ist keine Ist-Größe.

Aber sie definiert eine ökonomische Erwartungszone, wenn Wertschöpfung lokal besteuert würde.

Was bedeutet das für Investoren?

Es zeigt einen fundamentalen Unterschied zwischen zwei Geschäftsmodellen:

1. Klassischer DAX-Konzern:

  • Wertschöpfung ≈ Standort
  • Gewinn ≈ operative Aktivität
  • Steuer ≈ lokal nachvollziehbar

2. Plattform-/Tech-Konzern:

  • Umsatz ≠ Wertschöpfungsort
  • Gewinn = Ergebnis von Struktur + Allokation
  • Steuer = Ergebnis internationaler Architektur

Das ist kein moralisches Thema.

Das ist ein Systemdesign-Thema.

Die eigentliche Frage lautet:

Wie robust ist ein Steuersystem, wenn die Steuerbasis entkoppelt vom Markt entsteht?

Und jetzt zur unternehmerischen Perspektive:

Was vielen Unternehmen tatsächlich helfen würde, ist nicht die nächste politische Debatte über Steuersätze.

Sondern eine einfache Frage:

Gelten für alle Marktteilnehmer die gleichen strukturellen Möglichkeiten?

Denn:

Wenn internationale Strukturen es erlauben, Gewinne innerhalb legaler Rahmenbedingungen in andere Jurisdiktionen zu verlagern, dann entsteht ein faktischer Unterschied zwischen:

  • lokal gebundenen Geschäftsmodellen
  • und global skalierbaren Strukturen

Oder anders formuliert:

Nicht jeder kann seine Steuerbasis geografisch optimieren.
Aber diejenigen, die es können, haben einen strukturellen Vorteil.

Fazit für CFOs und Investoren:

Es geht nicht um „zu viel“ oder „zu wenig“ Steuer.

Es geht um Vergleichbarkeit von Steuerregimen bei unterschiedlichen Geschäftsmodellen.

Solange diese nicht gegeben ist, gilt:

Der Wettbewerb findet nicht nur im Markt statt sondern auch im Steuerdesign!

Quellen (Auswahl):

  • Amazon Geschäftsbericht 2024 (SEC Filing)
  • Jahresabschluss Amazon Deutschland Services GmbH 2024
  • Branchenzahlen textil+mode

Die zentrale Frage ist nicht politisch.
Sie ist ökonomisch:

Wo entsteht der Gewinn – und wer hat die Möglichkeit, ihn zu steuern?

:devider:

Entscheidende Frage? Sollen wir Unternehmer das auch machen?

Umsätze in Deutschland! Aber Gewinne verlagern in Steuer-Oasen?

Viele Unternehmer machen das auch schon, was AMAZON schon lange SEHR PROFITABEL praktiziert.

Sind (schon jetzt) die in Deutschland Körperschaftssteuer zahlenden Unernehmer schlichweg die doofen?

Klarheit

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