KI ist kein Spielzeug, sondern eine praxisnahe Unterstützung im Tagesgeschäft
September
10
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2025
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Wolfgang Schmid im Ameritum-Experten-Talk: „KI ist kein Spielzeug, sondern eine praxisnahe Unterstützung im Tagesgeschäft” Ameritum lebt von seinen Mitgliedern, von ihrem Wissen, ihren Impulsen, ihren Perspektiven. Mit jedem neuen Mitglied, wächst auch das Wissen, und ein solch neues Mitglied ist Wolfgang Schmid: Mit seiner langjährigen Erfahrung als Interim Manager im kaufmännischen Projektmanagement bringt er genau das mit, was wir uns für Ameritum wünschen: Expertise, die direkt aus der Praxis stammt. Im Gespräch mit Ulvi spricht Wolfgang über die Bedeutung von Commercial Project Management (CPM), über seinen klar strukturierten Ansatz, wenn er kurzfristig in Projekte einsteigt, und über die Rolle, die Künstliche Intelligenz im kaufmännischen Projektalltag spielen kann, wenn man das Spiel meistert. Ulvi: Wolfgang, du bist seit vielen Jahren Interim Manager im kaufmännischen Projektmanagement. Was verstehst du unter „Commercial Project Management” und warum ist es für Unternehmen heute so entscheidend? Wolfgang: Commercial Project Management bedeutet für mich, Projekte nicht nur technisch, sondern auch kaufmännisch erfolgreich zu steuern. Es umfasst Themen wie Budgetierung, Kostenkontrolle, Vertrags- und Claim-Management, Cashflow-Steuerung und Reporting. In Zeiten hoher Projektkomplexität, knapper Ressourcen und volatiler Märkte beeinflusst CPM maßgeblich, ob Projekte im Budget und Zeitplan bleiben – oder ob sie scheitern. Gerade für Unternehmen mit großen Projektbudgets ist CPM der Garant für Transparenz, Risikominimierung und Ergebnissicherung. Ulvi: Du übernimmst in deinen Mandaten oft kurzfristig Verantwortung, von Controlling über Bild- und Contract Management bis zum gesamten kaufmännischen Projektmanagement. Wie wirst du in komplexen Projekten schnell wirksam? Wolfgang: Der Schlüssel ist ein strukturierter Einstieg: Ich verschaffe mir innerhalb weniger Tage einen Überblick über Zahlen, Verträge, Risiken, Prozesse und Organisation. Durch meine Erfahrung erkenne ich schnell kritische Punkte und priorisiere Maßnahmen, die sofort Wirkung entfalten. Parallel baue ich Vertrauen zu Teams und Management auf. So kann ich oft schon nach zwei Wochen spürbare Ergebnisse liefern. Ulvi: Du berätst Unternehmen bei der Entwicklung und Umsetzung von KI-Agenten im Commercial Project Management. Was verbirgt sich hinter diesem Ansatz und welche konkreten Vorteile können CEOs oder CFOs erwarten? Wolfgang: KI-Agenten im CPM sind spezialisierte digitale Assistenten, die Routineaufgaben übernehmen, wie etwa die Analyse von Forecast-Daten, die Prüfung von Vertragsklauseln oder die automatische Erstellung von Reports. Der Vorteil für CFOs und CEOs: Sie erhalten schneller valide Informationen, Risiken werden frühzeitig sichtbar und Team können sich auf wertschöpfende Aufgaben konzentrieren. KI ersetzt NICHT den Menschen, sondern verschafft ihm Freiraum für Entscheidungen und Strategie. Ulvi: Wie genau unterstützt du Unternehmen denn bei der Einführung von KI-Agenten im kaufmännischen Projektmanagement? Wolfgang: Ich unterstützte Unternehmen auf zwei Arten: Als Interim Manager im Mandat übernehme ich die Verantwortung für das gesamte Projekt – von der Definition über das Strukturieren bis hin zur Steuerung. Ich entwickle das Konzept, priorisiere Use Cases und setze die Projektorganisation auf. Als Coach für interne Teams leite ich das unternehmensinterne Projektteam an, begleite Workshops und Reviews und stelle dabei sicher, dass das Projekt zielgerecht vorankommt. So bleibt die eigentliche Umsetzung in der Hand des Unternehmens, enthält aber eine klare externe Struktur und Expertise. Darüber hinaus setze ich kleinere KI-Agenten auch selbst um, zum Beispiel im Reporting, für Vertragsanalysen oder im Bild-Management. Bei größeren und komplexeren Projekten bind eich entweder die IT-Abteilung des Unternehmens ein oder arbeite mit einem bewährten Dienstleister aus meinem Netzwerk zusammen. So bekommt jedes Unternehmen eine maßgeschneiderte Lösung, passend zur Größe, den Ressourcen und den Zielen. Ulvi: Viele Führungskräfte verbinden KI aktuell mit Chatbots oder generischer Textproduktion. Was unterscheidet deine KI-Agenten im CPM von diesen Ansätzen und wo liegt denn der konkrete Nutzen im kaufmännischen Alltag? Wolfgang: Meine KI-Agenten sind digitale Assistenten und ganz gezielt auf kaufmännische Prozesse zugeschnitten. Sie prüfen z.B. automatisch Lastenhefte auf Vollständigkeit, analysieren Abweichungen in Projektbudgets oder identifizieren Risiken in Vertragsdokumenten. KI ist kein Spielzeug, sondern eine praxisnahe Unterstützung im Tagesgeschäft. Der konkrete Nutzen: weniger Fehler, schnellere Analysen und damit bessere Entscheidungen – genau das, was CEOs, CFOs und Controller täglich benötigen. Ulvi: Aber gerade CFOs und Controller stellen doch häufig die Frage nach Sicherheit und Vertraulichkeit von Daten. Welche Maßnahmen ergreifst du, damit deine KI-Agenten vertrauliche Finanz- und Projektdaten schützen? Wolfgang: Datensicherheit ist das A und O. Deshalb arbeite ich ausschließlich mit Lösungen, die On-Premises oder in sicheren Cloud-Umgebungen laufen und keine sensiblen Daten unkontrolliert weitergeben. Zusätzlich trainiere ich Agenten so, dass nur die relevanten Daten verarbeitet werden. Mein Grundsatz lautet: KI darf nie ein Risiko darstellen, sondern muss Vertrauen schaffen. Ulvi: Kannst du uns ein konkretes Beispiel nennen, wie ein KI-Agent im kaufmännischen Projektmanagement bereits erfolgreich eingesetzt wurde? Wolfgang: Ein praxisnahes Beispiel wäre einer meiner KI-Agenten für das Bild- und Angebotsmanagement. Dieser Agent unterstützt bei der Analyse von Ausschreibungsunterlagen, prüft automatisch auf Vollständigkeit, bewertet Risiken und erstellt erste Vertrags- und Angebotsentwürfe. Das reduzierte die Bearbeitungszeit von komplexen Ausschreibungen um bis zu 40 Prozent. Außerdem identifizierte der KI-Agent frühzeitig Risiken, was Nachträge und spätere Claims deutlich minimierte. Für das Team hieß das also: Weniger Routinetätigkeiten, mehr Fokus auf Strategie, Preisgestaltung und ein allgemein besseres Ergebnis. Ulvi: Wenn ein Unternehmen einen KI-Agenten entwickeln und umsetzen möchte, wie sieht die typische Struktur eines solchen Projekts aus, und wie verteilen sich da die Aufgaben zwischen Business und IT? Wolfgang: Ein KI-Projekt im CPM ist zu 70 Prozent Business und zu 30 Prozent IT. Auf der Business-Seite geht es zunächst darum, den konkreten Anwendungsfall zu definieren. Welche Prozesse sollen unterstützt werden, welche Daten sind dafür relevant, welche Ergebnisse werden erwartet? Ich übersetze diese fachlichen Anforderungen dann in ein klares Konzept. Die Aufgabe der IT ist es, die technische Plattform bereitzustellen. Je nach Projektgröße reicht das von kleinen Konfigurationen bis hin zu komplexen Integrationen. Das Entscheidende ist aber die enge Verzahnung beider Welten: Ohne ein klares Business-Design kann IT keine sinnvolle Lösung bauen und ohne stabile IT-Anbindung bleibt auch das beste Konzept nur Theorie. Meine Rolle ist es, diese Brücke zu schlagen: Ich fördere die enge Zusammenarbeit von Business und IT, damit der KI-Agent am Ende nicht nur technisch funktioniert, sondern auch im Tagesgeschäft echten Mehrwert liefert. Mit Wolfgang Schmid gewinnt Ameritum ein Mitglied, das Erfahrung und Innovationskraft vereint. Sein Experten-Talk zeigt, wie Commercial Project Management und KI-Agenten zusammenspielen können – um Projekte in unserer sich wandelnden Zeit erfolgreicher und zukunftsfähiger zu machen. Genau dafür steht Ameritum: Raum für Austausch, für Impulse und für die Expertise, die im Alltag den Unterschied macht. Wolfgang Schmid, Jahrgang 1965, ist erfahrener Interim Manager und Consultant mit über 50 erfolgreich umgesetzten Mandaten in Deutschland und international. Seine Schwerpunkte liegen in Commercial Project Management, Controlling und Finance Leadership (u. a. Interim CFO, Head of Controlling, Commercial Project Manager). Er bringt fundierte Expertise aus unterschiedlichsten Industrien mit, darunter Energie & Erneuerbare (PV, Wind, Speicher, Netzinfrastruktur), Maschinen- und Anlagenbau, Defense sowie Medizintechnik. Besondere Erfahrungen sammelte er in der kaufmännischen Steuerung komplexer Großprojekte im Sonderanlagen- und Infrastrukturgeschäft – mit Projektvolumina im dreistelligen Millionen. Zu seinen Stärken gehören Budgetierung, Forecasting, Liquiditätssteuerung, Reporting & KPI-Management, Claim- und Contract Management sowie Bid Management. Neben der operativen Projektarbeit treibt Wolfgang Schmid die Integration digitaler Lösungen und KI-gestützter Agenten in Controlling und Commercial Project Management voran. Damit verbindet er klassische kaufmännische Exzellenz mit innovativen Ansätzen der Digitalisierung.
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!AYCON ⎜Ulvi I. AYDIN ⎜www.aycon.biz
Heute spreche ich im !AYCON Expertentalk mit Wolfgang Schmid - Gründer & Inhaber von WS-KONSULT
Wolfgang Schmid, Jahrgang 1965, ist ein erfahrener Interim Manager mit über 50 Mandaten in Deutschland und international. Sein Schwerpunkt liegt auf der kaufmännischen Steuerung komplexer Projekte, von Budgetierung und Controlling über Contract- und Claim-Management bis hin zu CFO- und Finance-Leadership-Rollen. Branchenkenntnisse bringt er aus Energie und Erneuerbare, Maschinen- und Anlagenbau, Defense und Medizintechnik mit.
Besonders geprägt haben ihn Großprojekte im Sonderanlagen- und Infrastrukturbereich mit dreistelligen Millionenvolumina. Dabei verbindet er klassische kaufmännische Exzellenz mit Innovationskraft: In seinen Mandaten treibt er nämlich auch die Integration digitaler Lösungen und KI-gestützter Agenten im Commercial Project Management voran.
https://www.interim-cpm.de
Wolfgang Schmid im Ameritum-Experten-Talk: „KI ist kein Spielzeug, sondern eine praxisnahe Unterstützung im Tagesgeschäft!”
Ameritum lebt von seinen Mitgliedern, von ihrem Wissen, ihren Impulsen, ihren Perspektiven. Mit jedem neuen Mitglied, wächst auch das Wissen, und ein solch neues Mitglied ist Wolfgang Schmid: Mit seiner langjährigen Erfahrung als Interim Manager im kaufmännischen Projektmanagement bringt er genau das mit, was wir uns für Ameritum wünschen: Expertise, die direkt aus der Praxis stammt.
Im Gespräch mit Ulvi spricht Wolfgang über die Bedeutung von Commercial Project Management (CPM), über seinen klar strukturierten Ansatz, wenn er kurzfristig in Projekte einsteigt, und über die Rolle, die Künstliche Intelligenz im kaufmännischen Projektalltag spielen kann, wenn man das Spiel meistert.
:devider:
Ulvi: Wolfgang, du bist seit vielen Jahren Interim Manager im kaufmännischen Projektmanagement. Was verstehst du unter „Commercial Project Management” und warum ist es für Unternehmen heute so entscheidend?
Wolfgang: Commercial Project Management bedeutet für mich, Projekte nicht nur technisch, sondern auch kaufmännisch erfolgreich zu steuern. Es umfasst Themen wie Budgetierung, Kostenkontrolle, Vertrags- und Claim-Management, Cashflow-Steuerung und Reporting. In Zeiten hoher Projektkomplexität, knapper Ressourcen und volatiler Märkte beeinflusst CPM maßgeblich, ob Projekte im Budget und Zeitplan bleiben – oder ob sie scheitern. Gerade für Unternehmen mit großen Projektbudgets ist CPM der Garant für Transparenz, Risikominimierung und Ergebnissicherung.
Ulvi: Du übernimmst in deinen Mandaten oft kurzfristig Verantwortung, von Controlling über Bild- und Contract-Management bis hin zum gesamten kaufmännischen Projektmanagement. Wie wirst du in komplexen Projekten schnell wirksam?
Wolfgang: Der Schlüssel ist ein strukturierter Einstieg. Ich verschaffe mir innerhalb weniger Tage einen Überblick über Zahlen, Verträge, Risiken, Prozesse und Organisation. Durch meine Erfahrung erkenne ich schnell kritische Punkte und priorisiere Maßnahmen, die sofort Wirkung entfalten. Parallel baue ich Vertrauen zu Teams und Management auf. So kann ich oft schon nach zwei Wochen spürbare Ergebnisse liefern.
Ulvi: Du berätst Unternehmen bei der Entwicklung und Umsetzung von KI-Agenten im Commercial Project Management. Was verbirgt sich hinter diesem Ansatz und welche konkreten Vorteile können CEOs oder CFOs erwarten?
Wolfgang: KI-Agenten im CPM sind spezialisierte digitale Assistenten, die Routineaufgaben übernehmen, wie etwa die Analyse von Forecast-Daten, die Prüfung von Vertragsklauseln oder die automatische Erstellung von Reports. Der Vorteil für CFOs und CEOs: Sie erhalten schneller valide Informationen, Risiken werden frühzeitig sichtbar und Teams können sich auf wertschöpfende Aufgaben konzentrieren. KI ersetzt NICHT den Menschen, sondern verschafft ihm Freiraum für Entscheidungen und Strategie.
Ulvi: Wie genau unterstützt du denn Unternehmen bei der Einführung von KI-Agenten im kaufmännischen Projektmanagement?
Wolfgang: Ich unterstützte Unternehmen auf zwei Arten. Als Interim Manager im Mandat übernehme ich die Verantwortung für das gesamte Projekt – von der Definition über das Strukturieren bis hin zur Steuerung. Ich entwickle das Konzept, priorisiere Use Cases und setze die Projektorganisation auf. Als Coach für interne Teams leite ich das unternehmensinterne Projektteam an, begleite Workshops und Reviews und stelle dabei sicher, dass das Projekt zielgerecht vorankommt. So bleibt die eigentliche Umsetzung in der Hand des Unternehmens, enthält aber eine klare externe Struktur und Expertise. Darüber hinaus setze ich kleinere KI-Agenten auch selbst um, zum Beispiel im Reporting, für Vertragsanalysen oder im Bild-Management. Bei größeren und komplexeren Projekten binde ich entweder die IT-Abteilung des Unternehmens ein oder arbeite mit einem bewährten Dienstleister aus meinem Netzwerk zusammen. So bekommt jedes Unternehmen eine maßgeschneiderte Lösung, passend zur Größe, den Ressourcen und den Zielen.
:devider:
Ulvi: Viele Führungskräfte verbinden KI aktuell mit Chatbots oder generischer Textproduktion. Was unterscheidet deine KI-Agenten im CPM von diesen Ansätzen und wo liegt denn der konkrete Nutzen im kaufmännischen Alltag?
Wolfgang: Meine KI-Agenten sind digitale Assistenten und ganz gezielt auf kaufmännische Prozesse zugeschnitten. Sie prüfen z. B. automatisch Lastenhefte auf Vollständigkeit, analysieren Abweichungen in Projektbudgets oder identifizieren Risiken in Vertragsdokumenten. KI ist kein Spielzeug, sondern eine praxisnahe Unterstützung im Tagesgeschäft. Der konkrete Nutzen: weniger Fehler, schnellere Analysen und damit bessere Entscheidungen – genau das, was CEOs, CFOs und Controller täglich benötigen.
Ulvi: Aber gerade CFOs und Controller stellen doch häufig die Frage nach Sicherheit und Vertraulichkeit von Daten. Welche Maßnahmen ergreifst du, damit deine KI-Agenten vertrauliche Finanz- und Projektdaten schützen?
Wolfgang: Datensicherheit ist das A und O. Deshalb arbeite ich ausschließlich mit Lösungen, die On-Premises oder in sicheren Cloud-Umgebungen laufen und keine sensiblen Daten unkontrolliert weitergeben. Zusätzlich trainiere ich Agenten so, dass nur die relevanten Daten verarbeitet werden. Mein Grundsatz lautet: KI darf nie ein Risiko darstellen, sondern muss Vertrauen schaffen.
Ulvi: Kannst du uns ein konkretes Beispiel nennen, wie ein KI-Agent im kaufmännischen Projektmanagement bereits erfolgreich eingesetzt wurde?
Wolfgang: Ein praxisnahes Beispiel wäre einer meiner KI-Agenten für das Bild- und Angebotsmanagement. Dieser Agent unterstützte bei der Analyse von Ausschreibungsunterlagen, prüfte automatisch auf Vollständigkeit, bewertete Risiken und erstellte erste Vertrags- und Angebotsentwürfe. Das reduzierte die Bearbeitungszeit von komplexen Ausschreibungen um bis zu 40 Prozent. Außerdem identifizierte der KI-Agent frühzeitig Risiken, was Nachträge und spätere Claims deutlich minimierte. Für das Team hieß das also: weniger Routinetätigkeiten, mehr Fokus auf Strategie, Preisgestaltung und ein allgemein besseres Ergebnis.
Ulvi: Wenn ein Unternehmen einen KI-Agenten entwickeln und umsetzen möchte, wie sieht die typische Struktur eines solchen Projekts aus, und wie verteilen sich da die Aufgaben zwischen Business und IT?
Wolfgang: Ein KI-Projekt im CPM ist zu 70 Prozent Business und zu 30 Prozent IT. Auf der Business-Seite geht es zunächst darum, den konkreten Anwendungsfall zu definieren. Welche Prozesse sollen unterstützt werden, welche Daten sind dafür relevant, welche Ergebnisse werden erwartet? Ich übersetze diese fachlichen Anforderungen dann in ein klares Konzept. Die Aufgabe der IT ist es, die technische Plattform bereitzustellen. Je nach Projektgröße reicht das von kleinen Konfigurationen bis hin zu komplexen Integrationen. Das Entscheidende ist aber die enge Verzahnung beider Welten: Ohne ein klares Business-Design kann IT keine sinnvolle Lösung bauen und ohne stabile IT-Anbindung bleibt auch das beste Konzept nur Theorie. Meine Rolle ist es, diese Brücke zu schlagen: Ich fördere die enge Zusammenarbeit von Business und IT, damit der KI-Agent am Ende nicht nur technisch funktioniert, sondern auch im Tagesgeschäft echten Mehrwert liefert.
:devider:
Mit Wolfgang Schmid gewinnt Ameritum ein Mitglied, das Erfahrung und Innovationskraft vereint. Sein Experten-Talk zeigt, wie Commercial Project Management und KI-Agenten zusammenspielen können – um Projekte in unserer sich wandelnden Zeit erfolgreicher und zukunftsfähiger zu machen.
Genau dafür steht Ameritum: Raum für Austausch, für Impulse und für die Expertise, die im Alltag den Unterschied macht.
Standards sind kein „Nice-to-have“. Sie sind die Grenze zwischen Anspruch und Ausrede. Und wenn ich eines früh gelernt habe, dann das: In dem Moment, in dem du deine Standards senkst, verlierst du die Kontrolle über dein Ergebnis.
Meine Mutter hat mir einmal etwas gesagt, das sich bei mir eingebrannt hat: Es ist egal, ob du Gehirnchirurg, Pilot, Astronaut oder Straßenkehrer wirst. Aber wenn du Straßenkehrer wirst, dann sei der beste Straßenkehrer. Damals klang das wie ein einfacher Satz. Heute weiß ich: Das ist ein Lebensprinzip. Es geht nicht um den Titel. Es geht um den Standard, den du setzt.
Und ich habe auf die harte Tour gelernt, was passiert, wenn man davon abweicht. Jedes Mal, wenn ich faule Kompromisse eingegangen bin – sei es bei Entscheidungen, bei Menschen oder bei der Qualität meiner Arbeit – hat es nicht funktioniert. Nie. Vielleicht kurzfristig bequem, vielleicht taktisch begründet, aber strategisch immer ein Fehler. Denn jeder Kompromiss unter deinem eigentlichen Anspruch ist nichts anderes als ein stiller Standardbruch.
Genau deshalb habe ich für mich entschieden: Meine Standards gelten immer. Nicht nur dann, wenn es einfach ist. Nicht nur dann, wenn es gerade gut passt. Sondern gerade dann, wenn es unbequem wird. Gerade dann, wenn der schnelle Ausweg lockt.
Das ist auch der Kern der A-Liga. Du kannst nicht erwarten, auf diesem Niveau zu spielen, wenn du nicht bereit bist, dich selbst auf dieses Niveau zu verpflichten. A-Liga-Spieler funktionieren nicht in einem Umfeld, das Mittelmaß toleriert. Und sie selbst tolerieren es auch nicht – vor allem nicht bei sich. Hohe Standards sind kein Ergebnis. Sie sind die Eintrittskarte.
Und hier kommt ein Gedanke ins Spiel, der erstaunlich gut dazu passt – der kategorische Imperativ von Immanuel Kant: Handle nur nach derjenigen Maxime, von der du wollen kannst, dass sie ein allgemeines Gesetz wird. Übersetzt in den Alltag heißt das: Lebe so, dass dein Standard der Maßstab für alle sein könnte.
Das ist radikal. Denn plötzlich gibt es keine Ausnahmen mehr. Kein „heute mal weniger“, kein „diesmal reicht es auch so“. Wenn dein Verhalten zum allgemeinen Standard würde – wärst du stolz darauf? Oder würdest du hoffen, dass es niemand kopiert?
Genau hier trennt sich Anspruch von Ausrede.
Und das beginnt im Kleinen. In den scheinbar unbedeutenden Momenten. Wie sorgfältig arbeitest du, wenn niemand hinschaut? Wie konsequent bist du, wenn es keinen direkten Applaus gibt? Genau dort zeigt sich dein echter Standard – nicht in den großen Inszenierungen.
Für mich ist das inzwischen nicht mehr verhandelbar. Ich messe alles, was ich tue, an dieser inneren Messlatte. Entspricht das meinem Anspruch – oder nicht? Wenn nicht, wird es entweder besser gemacht oder gar nicht gemacht. Punkt.
Und wenn ich meinem jüngeren Ich – oder jedem, der am Anfang steht – eine einzige klare Ableitung mitgeben müsste, dann wäre es diese: Never go below your standard. Kein Deal, kein kurzfristiger Vorteil, keine Bequemlichkeit ist es wert, deine eigene Messlatte zu senken. Definiere früh, wofür du stehen willst. Nicht nur beruflich, sondern in deinem Verhalten, deiner Disziplin, deiner Haltung.
Denn dein Standard ist nichts, was du später „nachziehst“. Er formt sich genau jetzt – in jeder kleinen Entscheidung. Setz ihn bewusst hoch. So hoch, dass er dich zwingt zu wachsen. Und dann halte ihn. Jeden Tag. Ohne Ausnahme.
Denn am Ende ist es sehr einfach – und gleichzeitig kompromisslos:
Du wirst nicht das, was du dir vornimmst. Du wirst das, was du bereit bist zu akzeptieren.
Und ich habe für mich entschieden: Mittelmaß ist kein akzeptabler Standard.
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Standards sind kein „Nice-to-have“
Never go below your standard.
Kein Deal, kein kurzfristiger Vorteil, keine Bequemlichkeit ist es wert, deine eigene Messlatte zu senken.
Du kannst nur A-Klasse mit A-Klasse-Spielern spielen – und gewinnenTop-Ligen folgen keinem Zufall. Sie folgen einem Prinzip:Du brauchst Top-Performer. Punkt.Es reicht nicht, gut ausgebildet zu sein.Es reicht nicht, Erfahrung mitzubringen.Und es reicht schon gar nicht, einfach „mitzuspielen“.Entscheidend ist der Mindset: gewinnen wollen, kämpfen wollen, besser werden wollen – jeden einzelnen Tag.A-Klasse-Spieler übernehmen Verantwortung.Sie gehen dahin, wo es weh tut.Sie suchen den Druck, statt ihn zu vermeiden.Sie denken nicht in Ausreden, sondern in Lösungen.Und sie spielen nicht für sich – sondern dafür, dass das Team gewinnt. Um jeden Preis.Das ist der Unterschied zwischen „mithalten“ und „dominieren“.Was mich immer wieder erstaunt:In vielen Organisationen wird enorm viel Energie darauf verwendet, Menschen mitzunehmen, zu entwickeln, zu motivieren, zu aktivieren.Workshops. Programme. Initiativen.Alles gut gemeint. Alles wichtig.Aber der entscheidende Faktor fehlt oft:Der eigene Antrieb.Der Wille, die eigenen Grenzen zu verschieben.Der Anspruch, mehr zu wollen, als man aktuell kann.Oder, wie der Soziologe Herbert Marcuse es formuliert hat:„Wer nicht mehr will, als er kann, bleibt unter seinem Können.“Genau hier trennt sich A-Klasse von Durchschnitt.Top-Performer warten nicht auf Motivation.Sie bringen sie mit.Sie fordern sich selbst – und damit automatisch ihr Umfeld.Und dann schaue ich in viele Teams und Unternehmen:Es wird alles dafür getan, dass Menschen performen können – außer, dass sie es wirklich wollen müssen.Aber klar – Hauptsache, die nächste Motivationsinitiative ist schon geplant.
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Du kannst nur mit A-Spielern Top Ergebnisse erreichen
„Wer nicht mehr will, als er kann, bleibt unter seinem Können.“
First interim mandate. Loads of responsibility and clear learnings.
After more than a decade in strategy and management consulting, Marc Seipp founded Valperion to address a gap he had seen repeatedly in organisations: strategy was often clear, but impactful execution lagged behind. His first mandate as Interim Transformation Manager took him to Barcelona, where he dived into the operational transformation of a B2B maritime services company with over 800 employees and 60+ locations globally.
In this interview, Marc reflects on why he made the move into interim management, what he learned from his first mandate, and how the experience shaped his viewpoints.
After more than 12 years in strategy- and management consulting, why did you move into interim management?
I wanted to move from advising on value creation and transformation to owning it in practice! After years of working on growth, efficiency and transformation projects, I was increasingly drawn to the challenge of turning strategy into operational reality. Interim management gave me exactly that – the chance to step into an organisation, take on operational responsibility and turn plans into concrete actions.
Why did you found Valperion?
I founded Valperion because I kept seeing the same pattern: strategy was often well defined, ambitions were clear, but execution stalled in the organisation. Responsibilities were blurred, implementation lost pace, and the link to measurable outcomes was often weak. Formulating or a revising a strategy is effectively useless if it cannot be realised.
Valperion stands for Value Creation, Performance and Transformation. That is exactly what the business is built around: helping organisations turn ambition into delivery – and keeping the focus on what matters most: results.
How do you position yourself today as an Interim Manager?
I position myself as an Interim Manager for complex situations where organisations need more than advice – where they need clarity, momentum, and operational execution.
The difference to classic consulting is ownership and execution. I do not stop at defining what should happen. I actively help make it happen.
I work with leadership teams and the various functions to translate priorities into clear decisions and structures. Through direct activities I enable execution pace and follow-through. That is where transformations move forward and create value for the organisation. Your first mandate came through your personal network. What made this client trust you with that role?
I believe the client trusted three things: relevant transformation experience, a pragmatic way of working, and the confidence that I would take ownership rather than stay at a conceptual level whilst jointly working with them. Throughout, I worked closely with the head of transformation.
In interim management, expertise matters, but it is not enough. Clients need to know that you can enter a complex situation, create structure quickly, build trust fast and help the organisation move forward under pressure.
What did your first weeks in Barcelona reveal about the reality of operational transformation?
What I found was not unusual for a business under transformation pressure: limited transparency, little pro-active ownership of change and limited or ‘fuzzy’ alignment with the strategy. This reinforced a simple truth – operational transformation starts with understanding how the business really works, not how it is assumed to work. Before changing the operating model or redesigning processes, we first had to build a shared fact base. In practice, that is often the hardest and most important first step.
Your approach is “Listen, Analyse, Act.” How did that play out in practice?
It was exactly that sequence – just at speed. I started by listening through structured interviews and workshops across functions to understand where work was actually getting stuck, where responsibilities broke down, and what the real pain points were. Then we analysed the as-is setup and translated that into a clear target picture for the new operating model. In transformation, speed without diagnosis usually creates expensive motion, but not progress. Taking the time to listen and analyse first meant we could move faster once we moved towards implementation, because we knew exactly what had to change and why.
What was hardest about leading your first mandate from inside the organisation?
The hardest part was creating trust and structure without slowing the organisation down. In situations like that, there is always a tension between moving quickly and understanding enough before acting. When responsibilities are unclear, any change can feel personal, because people are unsure how it will affect their role. That is why communication and clarity matter from day one.
A second challenge was adapting to the local working rhythm and decision culture. In Spain, the working day is often structured slightly different from what I was used to working with clients in the DACH region. Later lunch breaks, a stronger role for personal interaction, and informal alignment in decision-making. That means you need to be present on-site, respect the local dynamic and build trust in a way that fits the culture.
What did this first mandate teach you about yourself?
For me personally, it confirmed that I perform best in complex situations that require to develop structure, build momentum and targeted execution. It also reminded me how critical it is to explain the “why” behind change. People do not commit to e.g., a new operating model or a standardised process because it looks logical on paper. They commit when they understand why it matters and what it changes for them.
What should organisations look for when choosing an Interim Manager for a transformation mandate?
They should look for someone who can do three things well: understand the business fast, build trust quickly with effective and ‘human grade’ communication, and turn ambiguity into action. In a transformation setting, expertise alone is not enough. What matters is the ability to create clarity, make decisions stick and stay close enough to the operation for change to be implemented, not just announced. That is the standard I set for myself – and the value Valperion is built to deliver. What is your advice for someone who want to start as Interim Manager?
My advice - be very clear about the value you bring beyond your functional or industry expertise. Companies do not hire Interim Managers for concepts, they hire them to step into complex situations, create clarity quickly and turn that clarity into action. That requires more than experience on paper. It requires ownership, execution focus and the ability to build trust fast within the organisation by actually delivering. How would you summarise the lessons learned from your first mandate? For me it is clear: transformation within an organisation only creates value when someone is willing to own it from the inside. Erstes Interim-Mandat. Viel Verantwortung. Klare Erkenntnisse.
Nach mehr als einem Jahrzehnt in der Strategie- und Managementberatung gründete Marc Seipp Valperion. Er schließt damit eine Lücke, die er in vielen Organisationen immer wieder sah: Die Strategie war oft klar. Doch die wirksame Umsetzung blieb aus. Sein erstes Mandat als Interim Transformation Manager führte ihn nach Barcelona. Dort arbeitet er an der operativen Transformation eines B2B-Unternehmens für maritime Dienstleistungen mit mehr als 800 Mitarbeitenden an über 60 Standorten weltweit.
In diesem Interview spricht Marc darüber, warum er Interim Manager geworden ist, was er aus seinem ersten Mandat bisher gelernt hat und wie diese Erfahrung seinen Blick auf Transformation prägt.
Nach mehr als 12 Jahren in der Strategie- und Managementberatung: Warum hast Du dich als Interim Manager selbstständig gemacht? Ich wollte den Schritt von der Beratung zur echten Verantwortung. Über Jahre hinweg habe ich an Projekten zu Wachstum, Effizienz und Transformation gearbeitet. Immer stärker hat mich die Aufgabe gereizt, Strategie in operative Realität zu übersetzen. Interim Management hat mir genau das ermöglicht: in eine Organisation einzusteigen, operative Verantwortung zu übernehmen und Plänen konkret umzusetzen. Warum hast Du Valperion gegründet?
Ich habe Valperion gegründet, weil ich immer wieder das gleiche Muster gesehen habe: Die Strategie war sauber definiert. Die Ziele waren klar. Aber in der Organisation stockte die Umsetzung. Zuständigkeiten waren unklar. Die Umsetzung verlor an Tempo. Und der Bezug zu messbaren Ergebnissen war oft schwach. Eine Strategie zu formulieren oder zu überarbeiten ist wertlos, wenn sie sich nicht realisieren lässt.
Valperion steht für Value Creation, Performance und Transformation. Genau darauf ist das Unternehmen ausgerichtet: Organisationen dabei zu helfen, Ambitionen in Umsetzung zu überführen – mit klarem Fokus auf das, was zählt: Ergebnisse.
Wie positionierst Du Dich heute als Interim Manager?
Als Interim Manager für komplexe Situationen, in denen Organisationen mehr brauchen als Beratung. Wenn sie Klarheit, Tempo und operative Umsetzung benötigen.
Der Unterschied zur klassischen Beratung liegt in der Umsetzungsverantwortung. Ich höre nicht bei der Konzeption der Themen auf - ich treibe aktiv die Umsetzung dieser.
Ich arbeite mit Führungsteams und den verschiedenen Funktionen zusammen. Gemeinsam übersetzen wir Prioritäten in klare Entscheidungen und Strukturen. Durch konkrete Maßnahmen sorge ich für Umsetzungstempo und Verbindlichkeit. Genau dadurch kommt eine Transformation voran und schafft Wert für die Organisation.
Dein erstes Mandat kam über Dein persönliches Netzwerk. Warum hat der Kunde Dir die Rolle zugetraut?
Der Kunde vertraut mir aus drei Gründen: wegen meiner relevanten Transformationserfahrung, meiner pragmatischen Arbeitsweise und der Überzeugung, dass ich Verantwortung übernehme statt auf konzeptioneller Ebene stehenzubleiben. Während des gesamten Mandats arbeite ich eng mit dem Head of Transformation zusammen.
Im Interim Management ist Expertise wichtig. Sie reicht aber nicht aus. Kunden müssen wissen, dass Du in eine komplexe Situation einsteigen, schnell Struktur schaffen, rasch Vertrauen aufbauen und eine Organisation auch unter Druck voranbringen kannst.
Was haben Deine ersten Wochen in Barcelona über die Realität operativer Transformation gezeigt?
Was ich vorgefunden habe, war nicht ungewöhnlich für ein Unternehmen unter Transformationsdruck. Begrenzte Transparenz, wenig proaktive Verantwortung für Veränderung und eine nur begrenzte oder unscharfe Ausrichtung an der Strategie.
Das hat eine einfache Wahrheit bestätigt. Operative Transformation beginnt damit, zu verstehen, wie das Unternehmen tatsächlich funktioniert – nicht damit, wie man glaubt, dass es funktioniert. Bevor wir das Operating Model verändern oder Prozesse neu aufsetzen konnten, mussten wir zunächst eine Faktenbasis schaffen. In der Praxis ist das oft der schwierigste und zugleich wichtigste erste Schritt.
Dein Ansatz lautet „Listen, Analyse, Act“. Wie sah das in der Praxis aus?
Genau in dieser Reihenfolge – nur mit hoher Geschwindigkeit. Zunächst habe ich zugehört und strukturierte Interviews und Workshops mit verschiedenen Funktionen durchgeführt. Somit wurde schnell transparent wo die echten Schmerzpunkte lagen und wir konnten daraufhin ein klares Zielbild für das neue Operating Model ableiten. In Transformationen führt Geschwindigkeit ohne Diagnose oft zu teurer Aktivität, aber nicht zu Fortschritt. Dass wir zuerst zugehört und analysiert haben, hat uns später in der Umsetzung schneller gemacht. Denn wir wussten genau, was sich ändern musste – und warum.
Was war am schwierigsten daran, Dein erstes Mandat aus dem Unternehmen heraus zu führen?
Am schwierigsten war es, Vertrauen und Struktur zu schaffen, ohne die Organisation zu bremsen. In solchen Situationen gibt es immer ein Spannungsfeld - schnell handeln und gleichzeitig genug verstehen, bevor man eingreift. Wenn Verantwortlichkeiten unklar sind, fühlt sich jede Veränderung schnell persönlich an. Menschen wissen dann nicht, wie sie ihre Arbeit beeinflusst. Deshalb sind Kommunikation und Klarheit ab Tag eins zentral.
Eine zweite Herausforderung war die Anpassung an den lokalen Arbeitsrhythmus und die Entscheidungskultur. In Spanien ist der Arbeitstag oft etwas anders strukturiert, als ich es aus der Arbeit mit Kunden in der DACH-Region gewohnt war. Längere Mittagspausen, ein höherer Stellenwert persönlicher Interaktion und informellere Abstimmung bei Entscheidungen. Das heißt: Man muss vor Ort präsent sein, die lokale Dynamik respektieren und Vertrauen aufbauen, das zur Kultur passt.
Was hat Dir dieses erste Mandat über Dich selbst gezeigt?
Für mich persönlich hat sich bestätigt, dass ich in komplexen Situationen den meisten Mehrwert liefern kann. Dort, wo Struktur aufgebaut, Momentum erzeugt und gezielt umgesetzt werden muss. Es hat mich auch daran erinnert, wie wichtig es ist, das „Warum“ hinter Veränderung zu erklären. Menschen tragen ein neues Operating Model oder einen standardisierten Prozess nicht mit, weil es auf dem Papier logisch aussieht. Sie ziehen mit, wenn sie verstehen, warum es wichtig ist und was sich für sie konkret verändert.
Worauf sollten Organisationen achten, wenn sie einen Interim Manager für ihre Transformation benötigen?
Sie sollten nach jemandem suchen, der drei Dinge gut kann. Das Geschäft schnell verstehen, zügig Vertrauen aufbauen – mit klarer und menschlicher Kommunikation – und Unklarheit in Handeln übersetzen kann.
In einer Transformation reicht Fachwissen allein nicht aus. Entscheidend ist die Fähigkeit, Klarheit zu schaffen, Entscheidungen wirksam zu verankern und nah genug an der operativen Realität zu bleiben, damit Veränderung nicht nur angekündigt, sondern auch umgesetzt wird. Das ist der Maßstab, den ich an mich selbst anlege. Und genau dafür habe ich Valperion gegründet.
Was rätst Du jemandem, der als Interim Manager starten möchte?
Mein Rat: Sei sehr klar darüber, welchen Mehrwert Du über Deine funktionale oder branchenspezifische Expertise hinaus lieferst. Unternehmen engagieren Interim Manager nicht für Konzepte. Sie holen sie, um in komplexe Situationen einzusteigen, schnell Klarheit zu schaffen und diese Klarheit in Handeln zu übersetzen. Dafür braucht es mehr als Erfahrung auf dem Papier. Es braucht Verantwortung, Umsetzungsstärke und die Fähigkeit, in der Organisation schnell Vertrauen aufzubauen – durch echte Ergebnisse.
Wie würdest Du die wichtigsten Learnings aus Deinem ersten Mandat zusammenfassen?
Für mich ist klar: Transformation schafft in einer Organisation nur dann Wert, wenn jemand bereit ist, sie von innen heraus zu verantworten.
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Erstes Interim-Mandat. Viel Verantwortung. Klare Erkenntnisse.
Marc! Nach mehr als 12 Jahren in der Strategie- und Managementberatung:
Warum hast Du Dich als Interim Manager selbstständig gemacht?
Der Weg in den Aufsichtsrat oder BeiratWarum nicht jeder geeignet ist – und worauf es wirklich ankommtExecutive SummaryDie Rolle im Aufsichtsrat oder Beirat ist kein Karriereschritt – sie ist das Ergebnis von Substanz, Reputation und Unabhängigkeit. Wer diese Position anstrebt, muss mehr mitbringen als Erfahrung: Es braucht klare Haltung, Konfliktfähigkeit und die Bereitschaft, Verantwortung über Harmonie zu stellen.Dieses Whitepaper zeigt die entscheidenden Prinzipien, die darüber bestimmen, ob jemand für eine solche Rolle geeignet ist – oder nicht.1. Die Realität: Aufsicht ist kein Titel, sondern VerantwortungAufsichtsräte und Beiräte tragen eine zentrale Rolle für die Zukunftsfähigkeit von Unternehmen. Sie sind keine Sparringspartner zur Bestätigung bestehender Meinungen, sondern kritische Instanzen, die:strategische Entscheidungen hinterfragenRisiken sichtbar machenlangfristige Unternehmensinteressen sichernWer diese Rolle missversteht, wird ihr nicht gerecht.2. Die 6 DOs – Voraussetzungen für echte Eignung2.1. Relevante ExpertiseNicht jede Erfahrung zählt – sondern nur die, die im konkreten Unternehmenskontext einen Unterschied macht.Frage: Wirst du gebraucht oder willst du nur dabei sein?2.2. Substanzielle Lebens- und BerufserfahrungAufsicht basiert auf Urteilsvermögen. Dieses entsteht durch Erfahrung – auch durch Fehler, Krisen und schwierige Entscheidungen.Realität: Ohne Tiefe keine Glaubwürdigkeit.2.3. Konfliktfähigkeit in der SacheGute Aufsichtsräte suchen die Reibung. Sie diskutieren hart in der Sache, bleiben aber respektvoll gegenüber Personen.Prinzip: Klarheit entsteht durch Widerspruch, nicht durch Zustimmung.2.4. Konsequentes HinterfragenJede Entscheidung muss sich an der Zukunftsfähigkeit des Unternehmens messen lassen.Standard: Kein „Abnicken“, sondern fundiertes Prüfen.2.5. Risiken sichtbar machenDie größte Gefahr liegt oft in dem, was nicht ausgesprochen wird.Aufgabe: Das Unbequeme adressieren, bevor es zum Problem wird.2.6. Klartext sprechenDiplomatie darf nicht zur Verwässerung führen.Erwartung: Ehrliche, präzise und verständliche Kommunikation – auch wenn sie unbequem ist.3. Die 6 DON'Ts – Klare Ausschlusskriterien3.1. Konflikte vermeidenWer Diskussionen scheut, gefährdet die Qualität von Entscheidungen.3.2. Die Rolle zu sehr wollenUnabhängigkeit ist zentral. Wer zu stark auf die Rolle fokussiert ist, verliert genau diese.Paradox: Gute Aufsichtsräte werden gefragt – sie drängen sich nicht auf.3.3. Ohne Fürsprecher agierenDiese Positionen entstehen durch Vertrauen und Empfehlung.Realität: Netzwerke schlagen Bewerbungen.3.4. Fehlende ReputationNachweise zählen mehr als Selbstbeschreibung.Erforderlich: Sichtbare Ergebnisse und glaubwürdige Testimonials.3.5. Mittelmaß in der eigenen DisziplinAutorität entsteht durch Exzellenz.Minimum: Anerkannte Meisterschaft im eigenen Fachgebiet.3.6. Harmonie über Verantwortung stellenGefälligkeit ist kein Wert in der Aufsicht.Risiko: Wer Klarheit vermeidet, trifft indirekt schlechte Entscheidungen mit.4. Der entscheidende Unterschied: Haltung statt AmbitionDer größte Denkfehler liegt darin, die Rolle als Ziel zu betrachten.In Wirklichkeit ist sie ein Nebenprodukt von:nachweisbarer Exzellenzklarer Positionierungvertrauensbasierter ReputationDu wirst nicht Aufsichtsrat, weil du es willst.Du wirst es, weil andere überzeugt sind, dass du es sein musst.5. Fazit: Die eine RegelWerde nur dann Aufsichtsrat oder Beirat, wenn du gebraucht wirst, widersprechen kannst, unabhängig bist und bereits bewiesen hast, dass deine Stimme Gewicht hat.6. Professionalisierung: Zertifizierung als QualitätsmerkmalDie Anforderungen an Aufsichtsräte und Beiräte steigen kontinuierlich. Regulatorische Komplexität, geopolitische Risiken und zunehmender Transformationsdruck verlangen nach fundierter Kompetenz – nicht nur Erfahrung.Vor diesem Hintergrund gewinnt die strukturierte Qualifizierung an Bedeutung.Zertifizierter Aufsichtsrat / Beirat – ein strategischer BausteinProgramme wie die Zertifizierung zum:Zertifizierten Aufsichtsrat / BeiratZertifizierten Aufsichtsratsvorsitzendenan der Steinbeis Augsburg Business School setzen genau hier an.Sie bieten:fundiertes Wissen zu Governance, Haftung und regulatorischen Anforderungenpraxisnahe Einblicke in die Arbeit von AufsichtsgremienReflexion realer Fallstudien und EntscheidungssituationenAustausch mit erfahrenen Mandatsträgern und ExpertenEinordnung: Notwendig oder „nice to have“?Eine Zertifizierung ersetzt keine Erfahrung – aber sie schärft:das Rollenverständnisdie Entscheidungsqualitätdie persönliche Sicherheit im MandatFür viele wird sie zunehmend zum Differenzierungsmerkmal, insbesondere in professionell geführten oder regulierten Organisationen.Die richtige Haltung zur ZertifizierungEntscheidend ist nicht der Titel, sondern der Umgang damit:Nicht: „Ich mache die Zertifizierung, um Aufsichtsrat zu werden.“Sondern: „Ich professionalisiere mich, um meiner Verantwortung gerecht zu werden.“7. Fazit Zertifizierung ist kein Eintrittsticket – aber ein klares Signal:für Professionalität für Verantwortungsbewusstsein für die Bereitschaft, sich kontinuierlich weiterzuentwickelnIn Kombination mit Erfahrung, Haltung und Reputation kann sie den entscheidenden Unterschied machen.
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