Forget the Mistake – Remember the Lesson!

Interim Projekt des Jahres - Ulvi Aydin

„Es ist ein großer Vorteil im Leben, die Fehler, aus denen man lernen kann, möglichst früh zu begehen.“
Winston Churchill

Falsche Wahrnehmung!
„Über Fehler wird längst nicht in jeder Firma konstruktiv geredet. Einer Umfrage der Unternehmensberatung Ernst & Young (EY) zufolge sehen zwar 66 Prozent der Führungskräfte bei ihrem Arbeitgeber eine offene Diskussionskultur zwischen Mitarbeitern und Vorgesetzten, aber nur 42 Prozent der Mitarbeiter.
(SPIEGEL ONLINE vom 14. Oktober 2018)

Immerhin 18 Prozent der befragten Angestellten gaben an, in ihrem Unternehmen würden Fehler nicht angesprochen. Hauptgründe für das Vertuschen von Fehlern sind nach Einschätzung der Befragten Sorge vor Nachteilen für die eigene Karriere oder Angst, den Job zu verlieren.

Unter den Angestellten sind 57 Prozent der Ansicht, dass Fehler vertuscht werden, weil Mitarbeiter fürchten, als Überbringer schlechter Nachrichten zum Bauernopfer zu werden. Die Mehrheit der Führungskräfte (54 Prozent) sieht Angst vor Gesichtsverlust als größtes Hindernis auf dem Weg zu einer positiven Fehlerkultur.

Tipps von Führungskräften – Was ich zu Beginn meiner Karriere gern schon gewusst hätte.
Für die Studie wurden im Juli und August 2018 800 Angestellte und 218 Führungskräfte auf Basis eines Fragebogens interviewt. Sie arbeiten in den Branchen Maschinenbau, Transport und Logistik, bei Automobilherstellern und -zulieferern sowie bei Banken und Versicherungen.

Die EY-Berater mahnen: Ein konstruktiver Umgang mit Fehlern sei wichtig, um Mitarbeiter nicht auszubremsen. „Während unter den Mitgliedern eines Teams Fehler durchaus thematisiert werden, gibt es nach oben und unten deutliche Tabus und Kommunikationsbarrieren“, stellte EY-Partner Nelson Taapken fest. „Diese gefährden die Innovationsfähigkeit der Unternehmen, da die Mitarbeiter in einem solchen Umfeld kein Risiko wagen.“ Einig sind sich Führungskräfte (85 Prozent) und Mitarbeiter (80 Prozent), dass die Gefahr, Fehler zu machen, mit der Digitalisierung zumindest teilweise steigt.“

Ich bin immer froh, wenn Mitarbeiter – egal aus welchen Bereichen – mich über Fehleinschätzungen und Fehler schnell und rechtzeitig informieren. Ich bin sogar dankbar. Kann ich doch drei Dinge machen.

  • Zum einen den Fehler korrigieren, ggf. können z.B. wir den Kunden anrufen und und entschuldigen. 
  • Zum zweiten kann ich prüfen, ob die Prozesse zu verbessern sind. Lag der Fehler an einem falschen Ablauf?
  • Und – drittens – ich kann mit dem Mitarbeiter sprechen. Aufrichtig und offen. Abstimmen, was wir machen können, um solche Fehler zukünftig zu vermeiden. 

Für Interim Manager gibt es darüber hinaus noch einen weiteren Vorteil.
Einem Interimer öffnen sich die Menschen eher, haben weit weniger Karriere-Ängste.
Oft kommen bei einem Interim Mandat Fehler an die Oberfläche, die sonst versteckt wurden.


„It is a big advantage in life to make the mistakes you can learn from as early as possible.“
Winston Churchill

Wrong perception!
„Mistakes are far from being talked constructively in every company. According to a survey by the consulting firm Ernst & Young (EY), while 66 % of executives see their employer as having an open discussion culture between employees and supervisors, only 42 % of employees. (SPIEGEL ONLINE of 14 October 2018)

After all, 18 % of the interviewed employees stated that their company did not address any mistakes. According to respondents, the main reasons for hiding mistakes are concerns about disadvantages for one’s own career or fear of losing the job.

Among employees, 57 % believe that mistakes are hushed up because employees fear that they will be the bearers of bad news. The majority of executives (54 %) see fear of losing face as the biggest obstacle on the way to a positive culture of error.

Leadership Tips – If I would have known that at the beginning of my career.
For the study, 800 employees and 218 executives were interviewed in July and August 2018. They work in the mechanical engineering, transport and logistics sectors, automobile manufacturers and suppliers as well as banks and insurance companies.

The EY consultants urge: A constructive handling of errors is important in order not to slow down employees. „While mistakes are well-themed among the members of a team, there are clear taboos and barriers to communication up and down,“ said EY partner Nelson Taapken. „These jeopardize companies‘ ability to innovate, as employees do not risk themselves in such an environment.“ Executives (85 %) and employees (80 %) agree that digitization is at least partially increasing the risk of making mistakes.“

I am always happy when employees – no matter from which area – inform me about misjudgements and mistakes quickly and on time. I am even thankful. As I can do three things!

  • On the one hand correct the error, if necessary, e.g. we call the customer and and apologize.
  • Second, I can check if the processes are to be improved. Was the process wrong?
  • And – third – I can talk to the employee. Sincere and open. Talk what we can do to avoid such mistakes in the future.

There is also another advantage for Interim Manager.
People are more likely to open up an Interim Manager, have far less career fears.
Often, an interim mandate brings errors to the surface that were otherwise hidden.


Wollen Sie aus den Fehlern kluge Erkenntnisse ableiten?
Do you want to derive clever findings from the mistakes?

!AYCON | Ulvi I. AYDIN | www.aycon.biz  


Vorheriger Artikel

Nächster Artikel