Restrukturierung ist eine Konstante!


Restrukturierung ist eine Konstante!

Ulvi AYDIN sagt:

Restrukturierung  ist  eine Massnahme, die die Organisation verbessern, die Reaktionszeiten verbessern soll!
Punkt!

(Definition von Reaktionszeit für Unternehmen:
Reaktionszeiten auf internen Blödsinn, der entsteht oder auf Marktbedingungen, die das Unternehmen verpennt hat.)
Punkt!

Kluge Unternehmen restrukturieren, bevor die „Kacke dampft“. 
Doofe Unternehmen, wenn‘ schon „dampft“!
Ist so!

Wer etwas anderes behauptet, kennt das Wesen der Restrukturierung nicht!
Oft wird – vollkommen falsch – angenommen, dass eine Restrukturierungsmassnahme eine „Rettungs-Mission“ ist. Also bildhaft: Dass der Patient / das Unternehmen nicht aus der Intensivstation gleich zum Pathologen soll, sondern wieder zurück auf die Krankenstation „kann“.

Das ist natürlich Blödsinn!

Kluge Restrukturierung – und über die spreche ich hier – hält das Unternehmen gesund, auf dass es überhaupt nicht erst „in’s Spital“ muss“!

Ein Geschäftsführer sagte mir letztes Jahr, dass er in seinem Unternehmen derzeit kein Erfordernis einer Restrukturierung habe. Sollte ich lachen oder Mitleid haben? Wahrscheinlich beides! Ich kam innerlich aus dem Lachen gar nicht raus.

Restrukturierung ist eine Konstante!

Ein Restrukturierung ist eben keine „search & rescue mission“. Restrukturierung bedeutet eben das Unternehmen gesund zu halten!
Dazu gibt es eine wunderbare Praxis-Beschreibung (Auszug aus dem manager magazin vom 09. Mai 2019):

„Siemens-Chef Joe Kaeser ist ein Coup gelungen.  Die einst so profitable Energiegeschäft-Sparte war seit über anderthalb Jahren wegen des weltweiten und dauerhaften Einbruchs der Nachfrage nach fossilen Kraftwerken der große Malus für die Siemens-Aktie. So gerne und oft sich Kaeser als Gutmensch inszeniert, seine Taten sprechen eine ganz andere Sprache. Wie knallhart er das Primat der Aktionäre (und damit seine eigenen Interessen) quasi im Handstreich durchsetzt, ist schon beeindruckend. Die Bedeutung dieses „historischen Schritts“ (Kaeser) ist kaum zu überschätzen. Seit Siemens Mitte der 2000er Jahre den Rückzug aus der Telekommunikation beschloss, in der Kaeser großgeworden war, mutete kein CEO dem Konzern mehr eine so drastische Veränderung zu.“

Damit hat der SIEMENS CEO alles richtig  gemacht!
Frei nach: „Wer sich nicht verändert, der wird verändert!“ hat Joe Kaeser den Zeitpunkt seiner Restukturierung selbst gewählt, bevor er restrukturiert wird (Bravo!).  So geht es wohl im Augenblick – oder es steht kurz bevor – dem CEO von BMW, Harald Krüger. Er wird wohl bald selbst „restrukturiert“.

Restrukturierung betrifft nicht nur Lagerbestände, Personalkosten u.ä.
Alle Bereiche sind konstant durch die Restrukturierungs-Brille anzuschauen!

  • Marketing
  • Kommunikation
  • Vertrieb
  • Distribution
  • HR
  • F&E
  • Produkte
  • Preise
  • Internationalisierung
  • etc., etc.

Also – so formuliere ich es – immer ein wenig unter einem (gesunden) „Verfolgungswahn“ leiden!

Um noch einmal auf den o.g. Geschäftsführer zurückzukommen. Er meint tatsächlich, dass er in keinem Bereich seines Unternehmens einen Restrukturierungs-Bedarf hätte. Ich bin sicher, dass ich ihn bald wieder sprechen werde.

Karl Valentin sagte mal auf seine unnachahmbare Art: „Gar nicht krank ist auch nicht gesund.“ So ist’s auch für Unternehmen!
Es ist immer die richtige Zeit und die richtige Gelegenheit, das Restrukturierungs-Potential zu erkennen – und zu heben.
Dazu muss der Unternehmer aber danach suchen wollen!


Potentiale erkennen! Umsetzen!
!AYCON ⎜Ulvi I. AYDIN ⎜www.aycon.biz  

 


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